Thomas Feyerabend

Eintrag 1.1



„Ich entzünde meine Träume an der Stille.“

Die unbekannten Blicke ins Wohnzimmer lenken, dorthin, wo sonst schnöde das normale Leben vorangeht. Die Linien, die Winkel, die Flächen. Ich sende von Wohnzimmer zu Wohnzimmer in anonymer Nähe. Der private Raum ist veröffentlicht. 



In Jogginghose am Morgen und dem Vorhaben, dass gleich etwas geschehen wird. Muss mir wohl eingestehen, dass meine Phantasie schon weiter ist.



Ich registriere schon noch eine Ahnung, dass da eine Aufgabe wartet. 
Die Panik, Hauptsache irgendwas zu zeigen, ist längst verflogen. 
Wozu tanzen? Wozu? 



Aber ist es nicht das, was derzeit bleibt? Einen Kokon zu spinnen, die Pflänzchen mit Hingabe zu pflegen und dann bald wieder auszusetzen?



Die erzeugenden Augen eines Publikums bleiben geschlossen. Das ist jetzt einfach so. 

Ich entzünde meine Träume an der Stille. 

Und schöpfe Hoffnung für bald, während ich geräuschvoll Luft durch die Nase ziehe.